Ärzte Zeitung, 23.04.2004

Musiker leiden häufig unter spezifischen Dermatosen

Studie aus London / Kontaktallergie als Ursache

Geigenspieler haben häufig Kontakallergien, die zum sogenannten "Geigen-Hals" führen. Foto: dpa

NEU-ISENBURG (Smi). Musiker leiden nicht nur oft unter typischen Haltungsschäden, sondern riskieren darüber hinaus auch spezielle Hautkrankheiten, wie ein Londoner Dermatologe in einer Studie jetzt herausgefunden hat ("BMC Dermatology" 4, 2004, 3).

Dr. Thilo Gambichler vom Oldchurch Hospital in Ost-London hat Daten mehrerer britischer Untersuchungen über Musiker-Krankheiten ausgewertet. Dabei fand er heraus, daß viele Geiger, Cellisten und Gitarristen, aber auch Flötisten, Trompeter und Saxophonspieler unter Kontaktallergien leiden.

Viele Saiten- und Blasinstrumente enthalten zum Beispiel Nickel, Harz oder chemische Substanzen, andere sind aus exotischen Hölzern gearbeitet, auf die manche allergisch reagieren. Gambichler spricht hier vom "Geigen-Hals" und der "Cellisten-Brust". Darüber hinaus gebe es die "Gitarristen-Brustwarze", eine Entzündung der Brustwarze durch Reibung, und das "Flötisten-Kinn". Auch Infektionen wie Herpes labialis seien unter Musikern, die ein Blasinstrument spielen, verbreitet.

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