Ärzte Zeitung, 20.05.2005

Dexpanthenol-Salbe schützt und regeneriert Babyhaut

Fast jedes zweite Wickelkind hat eine Windeldermatitis

WIEN (djb). Um die empfindliche Haut von Säuglingen im Windelbereich vor Reizungen durch Kot, Urin und Feuchtigkeit zu schützen, sollten fette Cremes und Salben ohne Duft- und Konservierungsstoffe aufgetragen werden. Der Zusatz von Dexpanthenol in einer Salbengrundlage beschleunigt die Regeneration der Haut.

Bei Säuglingshaut ist die Hornschichtbarriere noch nicht völlig ausgereift. Durch Urin und Kot kann sich die Haut in der Windelregion daher leicht entzünden. Bis zu 40 Prozent der Kinder unter zwei Jahren entwickeln eine solche Windeldermatitis, hat Professor Uwe Wollina von der Hautklinik Dresden gesagt.

    Säuglingshaut hat noch keine ausgereifte Hornbarriere.
   

Wie Wollina bei einer Veranstaltung von Bayer Healthcare sagte, geht die irritative Wirkung dabei hauptsächlich von Lipasen, Proteasen und Mikroben in den Fäzes aus, die aus dem Pankreas oder von der mikrobiellen Darmflora stammen.

Kommen Feuchtigkeit und Harnstoff durch Urin hinzu, wird der Haut-pH alkalisch, die fäkalen Enzyme werden aktiviert und ihr Irritationspotential an der mazerierten Haut nimmt um das fünffache zu.

Die Kontamination mit Bakterien oder Candida-Hefen aus den Fäzes kann zudem an der vorgeschädigten Haut weitere Entzündungen verursachen. Und die Hyperhydratation der Epidermis begünstigt die Entstehung von Miliaria an den Schweißdrüsensporen, was die Reibung der Haut an der Windel verstärkt.

Salben und Cremes mit hohem Lipidgehalt können die Haut vor irritativ wirksamen Substanzen schützen und ihre Reinigung von Urin und Kot erleichtern. Bei leichten Hautirritationen beschleunigt der Wirkstoff Dexpanthenol in einer W/O-Grundlage (Bepanthen® Wund- und Heilsalbe) die Regeneration der Haut, repariert die Barriere und wirkt antientzündlich, so Wollina. Dexpanthenol-haltige Pflegeprodukte seien daher gut zur Prävention und Behandlung bei Windeldermatitis geeignet.

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