Ärzte Zeitung online, 20.08.2008

Wirbel um Kosten für Läusemittel

BIELEFELD (ars). Die Praxis der Kostenerstattung eines Läusemittels hat bei Ärzten, Patienten und Apothekern Verwirrung gestiftet. Denn manche Ersatzkassen weigern sich, die Kosten komplett zu übernehmen. Doch in solchen Fällen will jetzt der Hersteller einspringen.

Seit Juli müssen die Krankenkassen auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses das Dimeticon-Präparat EtoPril® eigentlich erstatten. Doch nicht alle Krankenkassen richten sich danach. Für solche Fälle steht der Hersteller, das Unternehmen Dr. Wolff, bereit. Ermöglicht wird das durch einen Coupon, der bis Ende September in der Bild-Zeitung sowie im Internet unter www.etopril.de zu finden ist. "Wir garantieren die volle Erstattungsfähigkeit des EtoPril®-Kassenrezeptes für Kinder bis 12 Jahren", heißt es auf dem Papier, das die Patienten beim Arzt oder Apotheker vorlegen können. Die Ersatzkassen erstatteten das Medizinprodukt für Läuse nur teilweise, weil sie die Leistung willkürlich auf einen nicht ausreichenden Betrag festgesetzt hätten. Daher wolle man sichergehen, dass niemand benachteiligt werde, begründet das Unternehmen seinen Schritt.

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