Ärzte Zeitung online, 06.01.2009

Zu kalt für Körperschmuck: Piercings frieren an der Haut fest

BERLIN (dpa). Piercings in der Nase, am Auge oder am Bauch können bei der herrschenden Kälte zur Gesundheitsgefahr werden.

"Das Metall friert an der Haut fest. Piercings sollte man deshalb unter Null Grad auf jeden Fall herausnehmen", sagte eine Sprecherin der Techniker Krankenkasse (TK). Sonst drohten den zarten Hautpartien um Auge, Nase oder Bauchnabel schmerzhafte Erfrierungen - bis hin zu einer schwärzlichen Verfärbung der Haut.

Mit dem ungewöhnlichen Problem hat sich die TK in Hannover detailliert beschäftigt. Metall werde schnell kalt und sei ein besserer Temperaturleiter als Fettgewebe, erläuterte eine Sprecherin. An unbedeckten Körperstellen kühlten Piercings das Gewebe ab und drosselten die Blutzirkulation. Deshalb könne der Körperschmuck an der Haut festfrieren.

Die Kasse rät Jugendlichen auch dringend davon ab, bei großer Kälte Hüfthosen und tief ausgeschnittene oder kurze Pullover zu tragen. Wenn große Hautpartien bei Kälte frei blieben, könnten leicht Lungenentzündungen sowie schmerzhafte Blasen- und Nierenbeckenentzündungen entstehen.

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