Ärzte Zeitung, 09.02.2009

Versorgung der Psoriasis-Patienten verbessert

Die Studie PsoReal zur Versorgungssituation bei Psoriasis-Arthritis offenbart Fortschritte und Raum für Verbesserung. Die Versorgung von PsoriasisPatienten hat sich deutlich verbessert. Allerdings besteht ein Nord-Süd-Gefälle bei der Verordnung von systemischen Medikamenten.

Von Wiebke Kathmann

Versorgung der Psoriasis-Patienten verbessert

Typisches Symptom bei Psoriasis ist die Hautschuppung, hier an den Händen eines Patienten.

Foto: Essex Pharma

Das Nord-Süd-Gefälle in der Verordnung hat die PsoReal-Studie von 2008 ergeben, eine aktuelle Studie zur Versorgung deutscher Psoriasis-Patienten. Die von Essex Pharma unterstützte Befragung fand erstmals nicht in dermatologischen Praxen statt, wie Professor Matthias Augustin aus Hamburg bei einer Veranstaltung des Unternehmens berichtet hat. Vielmehr wurden die im Deutschen Psoriasis Bund (DPB) organisierten Patienten interviewt. Validiert wurden die klinischen Merkmale der Psoriasis, Vortherapien, therapeutischer Nutzen, Lebensqualität sowie Daten zu vorbehandelnden Ärzten, sozioökonomischem Status und Compliance. 2449 der 6923 verschickten Fragebögen konnten ausgewertet werden.

Im Vergleich zu den beiden PsoHealth-Erhebungen von 2005 und 2007 ergab sich nach Angaben von Augustin eine insgesamt bessere Versorgung - unter anderem wahrscheinlich deshalb, weil die in der Selbsthilfe organisierten Patienten aktiver mit der Krankheit umgehen und sich besser informieren. Überraschend und bisher unerklärt sind die deutlichen geografischen Unterschiede sowohl bei der Verordnung von Systemtherapeutika inklusive Biologicals und der Patientenzufriedenheit. "Es gibt ein deutliches Gefälle zwischen dem Nordosten, wo am meisten Systemtherapeutika verordnet werden, und dem Südwesten mit der geringsten Rate," sagte Augustin. Mit Biologicals war die Zufriedenheit der Patienten am höchsten.

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