Ärzte Zeitung online, 29.09.2009

Landesuntersuchungsamt warnt vor gefährlichen Haut-Bleichmitteln

KOBLENZ (dpa). Vor gefährlichen Cremes und Hautölen zum Bleichen der Haut hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz gewarnt. In mehreren Produkten wurde Hydrochinon nachgewiesen, das bei längerer Anwendung schwere Hautschäden verursachen kann, wie das Amt am Dienstag mitteilte. Die Mittel wurden in einem Afro-Shop angeboten.

Die Verwendung von Hydrochinon zur Hautbleichung sei europaweit verboten. Es gebe Hinweise, dass die Substanz neben Hautschäden auch Krebs auslösen könne. In den meisten Fällen könne man der Verpackung entnehmen, ob die Substanz (engl.: hydroquinone) enthalten sei.

In einigen Kulturen Afrikas und Asiens gelte eine möglichst helle und gleichmäßig pigmentierte Haut als Schönheitsideal - ein Grund, warum entsprechende Cremes häufig in Afro-Läden angeboten würden. Hellhäutige Menschen verwendeten die Mittel, um Leberflecke, Altersflecken oder Sommersprossen zu bleichen, hieß es.

Nach Angaben des LUA wurden folgende Produkte aus dem Verkehr gezogen: "Clear Essence Skin Beautifying Milk", "Clear Essence Medicated Fade Creme", "Skin Light Lait Cocoa Butter", "Sivoclair Lightening Body Lotion", "Peau Claire Beauty Body Oil with Vitamin E", und "Body Clear Lightening Body Lotion".

Für die Farbe der Haut sind dunkle Hautpigmente, Melanine, verantwortlich, die in Abständen von einigen Wochen immer wieder neu gebildet werden. Hydrochinon dringt in die Haut ein und hemmt dort die Neubildung der Melanine.

Lesen Sie zum Thema Bleichmittel auch:
Michael Jackson: Mit Kälte wurde seine Haut gebleicht

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