Ärzte Zeitung online, 05.02.2010

Hessen vergibt Fördergeld für Neurodermitis-Forschung

GIEßEN/FRIEDBERG (eb). Für die Arbeit an der Entwicklung eines neuartigen Arzneimittels bei Neurodermitis erhalten die Fachhochschule Gießen-Friedberg, der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg und das Marburger Biotechnologieunternehmen sterna biologicals vom Land Hessen eine Fördersumme von 175 000 Euro.

Das Unternehmen hat einen Wirkstoff entwickelt, mit dem eine ursächliche Therapie bei Neurodermitis Erfolg versprechend scheint. Es handelt sich um ein so genanntes DNAzym, ein enzymatisch wirksames DNA-Molekül, das die Erkrankung an den zellulären und molekularen Wurzeln direkt angreifen soll. Erste Experimente haben bereits positive Effekte des Wirkstoffes aufgezeigt.

Die Aufgabe im aktuellen Forschungsprojekt besteht darin, auf der Grundlage des neuartigen DNAzym-Wirkstoffs ein klinisches Prüfmuster zu entwickeln, das als Basis für toxikologische und klinische Studien dienen kann. Ziel ist es, eine Zubereitung zu finden, die möglichst große Mengen der aktiven Substanz an den Wirkort in der Haut transportiert.

Die Eindringtiefe des Wirkstoffs in die Haut werden die Forscher mit bildgebenden Verfahren und fluoreszenzmarkiertem DNAzym veranschaulichen. Außerdem soll der Einfluss unterschiedlicher penetrationsfördernder Substanzen wie Lecithin, Lanolin oder Bienenwachs und die Langzeitstabilität der entwickelten Formulierungen untersucht werden.

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