Ärzte Zeitung, 31.05.2010

DNA-Vakzine gegen Melanom

Gentherapie soll Metastasen eindämmen

NOTTINGHAM (mut). Britische Forscher beginnen jetzt mit einer neuen Gentherapie gegen maligne Melanome. Eine spezifische DNA-Vakzine hat jetzt von britischen Behörden grünes Licht zur Prüfung bei Krebs-Patienten mit metastasierendem Melanom bekommen. Der Impfstoff SCIB1 enthält Melanom-spezifisches Genmaterial und soll die körpereigene Immunabwehr stimulieren, ohne gesundes Gewebe anzugreifen. Er aktiviert T-Zellen, die Tumorzellen vernichten. "Wir hoffen, dass der Impfstoff zehn bis zwanzig Prozent der Patienten mit malignem Melanom heilen kann", so Professor Lindy Durrant, einer der Studienleiter, in einer Mitteilung der Universität Nottingham. Sollte das Verfahren funktionieren, ließe es sich in abgewandelter Form auch gegen Brust- und Prostatakrebs anwenden.

SCIB1 ist jedoch nicht die einzige Antigen-spezifische Krebs-Immuntherapie (ASCI). Eine weitere Vakzine mit dem Melanom Antigen A3 (MAGE-A3) wird derzeit bei Haut- und Lungenkrebs klinisch geprüft (wir berichteten).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Muster-Weiterbildung in trockenen Tüchern

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat einstimmig die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärzte beschlossen und veröffentlicht. mehr »

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Es gibt deutlich mehr ausbildende Ärzte

Vor drei Jahren wurde die Förderung der ärztlichen Weiterbildung verbessert. Das zeigt offenbar Wirkung: In deutlich mehr Praxen werden nun Ärzte ausgebildet. mehr »