Ärzte Zeitung online, 11.04.2018

Preis für Entwickler

App zeigt Gefahren von UV-Strahlung

HEIDELBERG. Die kostenlose "Sunface-App" zeigt Jugendlichen, wie sich Solariumbesuche oder ausgedehnte Sonnenbäder auf die Haut auswirken und sensibilisiert sie für Hautkrebsprävention. App-Entwickler Dr. Titus Brinker, Universitäts-Hautklinik und NCT Heidelberg, wurde dafür nun mit dem mit 25.000 Euro dotierten Young Research Award der La Roche-Posay Foundation ausgezeichnet, teilt die Uniklinik Heidelberg mit.

Die App zeigt anhand eines Selfies das Gesicht in 5 und 25 Jahren – abhängig davon, ob für gewöhnlich auf Sonnen- und UV-Schutz geachtet wird oder nicht. Dazu berechnet die App, wie stark sich, je nach Verhalten, das Hautkrebsrisiko erhöht, erklärt, wie man Hautkrebs und seine Vorstufen bei sich erkennen kann, und gibt Tipps für den richtigen Sonnenschutz. Eine erste Studie mit insgesamt 205 Schülerinnen und Schülern im Alter von 13 bis 19 Jahren in Essen zeigte bereits: Die App motivierte die Schüler, sich besser vor UV-Strahlung zu schützen und das Solarium zu meiden. "Die Sunface-App scheint ihren Zweck als niederschwellige Präventionsmaßnahme zu erfüllen", wird Brinker in der Mitteilung zitiert.(eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Warum bei Dicken das Hirn hungert

Das Gehirn von schlanken und fettleibigen Personen reagiert unterschiedlich auf Energiezufuhr, so eine Studie. Und: Es gibt dabei eine Parallele zwischen Übergewicht und Depression. mehr »

Ärzte kritisieren AfD-Anfrage im Bundestag

Ärzte beschuldigen die Fraktion "Alternative für Deutschland" (AfD), mit zwei gesundheitsbezogenen parlamentarischen Anfragen gezielt Stimmung gegen Migranten zu machen. mehr »

"Je härter der Knoten, desto höher die Krebs-Wahrscheinlichkeit"

Schilddrüsenknoten werden immer häufiger diagnostiziert. Warum das so ist, welche Untersuchungen zur Abklärung nötig sind und welche Methode immer bedeutender wird, erläutert der Endokrinologe Prof. Matthias Schott. mehr »