Ärzte Zeitung online, 12.09.2018

Dermatologie

Engagement für hautkranke Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche mit Hautkrankheiten sind eine ganz besondere Patientengruppe. Es gilt, ihre Versorgung zu verbessern.

Christine Leist

MÜNCHEN. Menschen mit Hautkrankheiten leiden außer unter ihren Symptomen oft auch unter sozialer Ausgrenzung. Sind Kinder betroffen, so ist die Situation oft besonders schwer; die Forschung steht hier noch am Anfang, und es mangelt an Schwerpunktzentren mit qualifiziertem Personal.

Die 2010 von Dr. Nicole Inselkammer gegründete "Deutsche Stiftung Kinderdermatologie (DSK)" hat sich zum Ziel gesetzt, speziell die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Hautkrankheiten zu verbessern. Das Programm der DSK hat einen ganzheitlichen Ansatz, wie Professor Andreas Wollenberg, LMU München, bei einer vom Unternehmen Leo Pharma unterstützten Veranstaltung bei der Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München verdeutlicht hat. Unter anderem sei die DSK aktiv bei:

  • Förderung der Fortbildung und Ausbildung des medizinischen Personals in der Kinderdermatologie,
  • Unterstützung von Einrichtungen zur Behandlung hautkranker Kinder und Jugendlicher,
  • Förderung der Wissenschaft, Forschung, Lehre, Öffentlichkeitsarbeit,
  • Patientenschulungen,
  • Stipendienprogramm,
  • Projektverwaltung (z. B. bundesweite Kampagnen und Spendenaktionen, nationale Versorgungsstudie "HELP-Kinderderma", Ausbau des Schwerpunktes Kinderdermatologie am Klinikum der LMU München),
  • Präventive Aufklärung,
  • DSK-Förderpreis Kinderdermatologie.

Durch den DSK-Hilfsfond können einkommensschwache Familien mit hautkranken Kindern auch direkt unterstützt werden, etwa durch Hautpflegemittel, Spezialkleidung, Verbandsmaterial oder spezielle Ernährung.

Das Vorhaben der DSK unterstützte die Leo Pharma GmbH durch eine Spende von 6000 Euro. Damit zeigt die deutsche Niederlassung ihre Verbundenheit mit den Zielen des global agierenden Unternehmens:

  • Die Lebensqualität hautkranker Menschen entscheidend verbessern,
  • Patientenbedürfnisse besser verstehen,
  • Patienten mit bisher unbefriedigenden Therapieergebnissen besser helfen.
  • Da Leo Pharma seit 1984 zu 100 Prozent im Besitz der Stiftung "Leo Foundation" ist, kann sie unabhängig von Fremdkapital agieren und alle Gewinne vollständig in F&E-Vorhaben sowie in die Geschäftsentwicklung reinvestieren, erläuterte Dr. Franz Peter Kessler, Geschäftsführer Leo Pharma GmbH. Zurzeit werden in Phase-III-Studien folgende Substanzen getestet: ein JAK-Inhibitor bei Handekzem, ein PDE-4-Hemmer bei Psoriasis und Tralokinumab bei atopischer Dermatitis. Die Untersuchungen werden voraussichtlich noch drei bis vier Jahre laufen. (cl)

    Infos zur DSK: www.deutsche-stiftung- kinderdermatologie.de

    Topics
    Schlagworte
    Haut-Krankheiten (2265)
    Organisationen
    LMU München (434)
    Krankheiten
    Haut-Krankheiten (1107)
    Personen
    Leo Pharma (56)
    Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

    Schreiben Sie einen Kommentar

    Überschrift

    Text

    Die Newsletter der Ärzte Zeitung

    Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

    NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

    Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

    Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

    Spahn im Dialog mit den Ärzten

    Seit Monaten wird heiß ums Terminservice- und Versorgungsgesetz diskutiert. Heute stellte sich Jens Spahn direkt den Fragen der Ärzteschaft zu TSVG, Sprechstunden und Co. Das Wichtigste der Veranstaltung in 13 Tweets. mehr »

    DEGAM fürchtet Rolle rückwärts

    Es hakt bei der Umsetzung des Masterplans. Die Fachgesellschaft DEGAM will verhindern, dass zentrale Reformziele verwässert werden. mehr »