Ärzte Zeitung, 21.06.2004

Forscher finden Hinweise auf Nanobakterien in Plaques

Nachweis von DNA / Partikel vermehren sich in vitro

ROCHESTER (ple). US-Forscher glauben, Beweise für die Existenz von Nanobakterien gefunden zu haben. Sie isolierten aus Gefäßen von Patienten, etwa aus Plaques der Karotiden, kalzifizierte Nanopartikel, in denen sie DNA oder den RNA-Baustein Uridin indirekt nachwiesen.

Wie die Forscher um Dr. John Lieske von der Mayo-Klinik in Rochester berichten, entdeckten sie im Elektronenmikroskop, daß Partikel, isoliert von Patienten, Zellwände haben. Die Publikation der Forscher erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift "American Journal of Physiology: Heart and Circulatory Physiology" und ist schon jetzt Online abrufbar.

Ähnliche Strukturen seien auch in anderen Organen gefunden worden und könnten die Ursache von Verkalkungen sein. Die Nanopartikel - zwischen 30 und 150 Nanometer klein - vermehren sich sogar nach Angaben der Forscher in der Kulturschale. Zu klären sei allerdings, ob die Nanopartikel lebende Organismen sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »