Ärzte Zeitung, 31.10.2006
 

"Bei Karotisstenose immer ein Statin!"

SALT LAKE CITY (Rö). Patienten mit Karotisstenosen sollten immer ein Statin erhalten, fordern Kollegen aus New York. Denn mit einer Statin-Therapie ist die Rate von kardiovaskulären Ereignissen bei diesen Patienten stark vermindert.

Dr. Gautham Ravipati und Kollegen vom New York Medical College in Valhalla haben die Daten von 449 Patienten mit Karotis-Stenosen analysiert. Die Ergebnisse stellen sie auf einer wissenschaftlichen Tagung in Salt Lake City vor.

Von den Patienten waren 298, also 66 Prozent, mit einem Statin behandelt, 151 nicht. Im Mittel wurden etwa zwei Jahre lang Daten erhoben, über 26 Monate bei den Patienten, die ein Statin genommen hatten, 21 Monate bei denen ohne eine solche Therapie.

Die Wissenschaftler haben registriert, wie viele Schlaganfälle, Herzinfarkte und Todesfälle vorgekommen waren. Die Prozentsätze unterschieden sich stark. Von denen mit Statin waren 15 Prozent betroffen, ohne Statin jedoch 68 Prozent, ein signifikanter Unterschied. Der Effekt war unabhängig davon, wie hoch die Cholesterinwerte waren. Die Kollegen fordern daher grundsätzlich eine Statin-Therapie bei Karotisstenose.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »