Ärzte Zeitung, 07.03.2007

Sport macht Gefäße geschmeidig

Bonner Ärzte haben Effekt von Kraft- und Ausdauertraining auf Gefäße bestimmt

MÜNCHEN (wst). Die Gefäßdehnbarkeit kann nichtinvasiv mit oszillometrischer Pulswellenanalyse am Oberarm beurteilt werden. Je kleiner der negative Wert des so bestimmten arteriellen Augmentionsindexes (Aix) ist und je höher die Pulswellengeschwindigkeit (PWV), desto steifer die Gefäße.

Die arterielle Compliance ist ein Mass für die Gefäßdehnbarkeit. Eine Arbeitsgruppe um Dr. Miriam Monshausen von der Universitätsklinik Bonn hat akute Effekte mehrerer Formen körperlichen Trainings auf die arterielle Gefäßcompliance untersucht.

Dazu bestimmten sie in einem Sportstudio bei 107 Probanden im Alter von im Mittel 51 Jahren jeweils vor und nach einem mindestens 30-minütigen Ausdauertraining (42 Probanden), einem Krafttraining (22) und einem kombinierten Ausdauer-Krafttraining (43) mit der nicht invasiven arteriografischen Methode die Aix- und PWV-Werte.

Kraft- und Ausdauertraining sowie die Trainingsformen kombiniert bewirkten akut eine signifikante Zunahme des negativen Aix-Wertes sowie eine tendentielle (Ausdauer- oder Krafttraining) bis signifikante (kombiniertes Ausdauer-Krafttraining) Verlangsamung der Pulswellengeschwindigkeit. Damit verbesserten alle Trainingsformen die Gefäßcompliance. Bei regelmäßigem Training sei über eine Chronifizierung des Effektes eine Reduktion des KHK-Risikos erwarten, hieß es bei der Hochdruckliga-Tagung in München.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »