Ärzte Zeitung, 07.03.2008

Herzkrankheiten sind häufigste Klinikdiagnosen

WIESBADEN (dpa). Herzprobleme sind in Deutschland der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt. Im Jahr 2006 waren Herzinsuffizienz (317 000 Fälle) und Angina pectoris (301 000 Fälle) die am meisten gestellten Diagnosen in deutschen Kliniken. Bei Männern waren alkoholbedingte psychische Probleme die häufigste Diagnose.

Insgesamt wurden 17 Millionen Patienten stationär behandelt, ihr Durchschnittsalter lag 2006 bei 52 Jahren. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden (www.destatis.de) waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol mit 299 000 Fällen die dritthäufigste Diagnose.

Bei Männern war dies sogar der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt (223 000 Fälle). Auf Platz zwei und drei rangierten Angina pectoris (187 000) und Herzinsuffizienz (147 000).

53 Prozent aller Krankenhauspatienten waren Frauen. Bei ihnen war nach Herzinsuffizienz (170 000) Brustkrebs mit 147 000 Fällen der zweithäufigste Grund für einen Klinikaufenthalt. An dritter Stelle rangierten Gallensteine (137 000).

Von den 1,8 Millionen Patienten in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen wurden die meisten wegen Arthrosen (212 000) und Rückenschmerzen (86 000) behandelt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »