Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 23.01.2009

Neues Kunstherz erfolgreich im Tierversuch getestet

BAD OEYNHAUSEN (dpa). Wissenschaftler des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen haben ein neues Kunstherz erfolgreich im Tierversuch getestet. Das noch in der Entwicklung befindliche "ReinHeart" soll das eigene Organ vollständig ersetzen.

Es sei jetzt einem Kalb eingepflanzt worden, habe über eine Stunde stabil gearbeitet und sei dann abgeschaltet worden, teilte das Herzzentrum am Freitag in Bad Oeynhausen mit.

Zuletzt sei in Europa vor mehr als 20 Jahren in einem Tierversuch ein Herz vollständig durch ein künstliches ersetzt worden. In einigen Jahren solle das künstliche Organ so entwickelt sein, dass es ohne Schläuche und Drähte nach außen auskomme.

Das Kunstherz wiegt weniger als 1000 Gramm und hat nach dem Vorbild des menschlichen Organs eine rechte und eine linke Herzkammer sowie vier mechanische Herzklappen. "Wir sind sehr zuversichtlich, mit dem "ReinHeart" in zwei bis drei Jahren eine echte und dauerhafte Alternative zur klassischen Herztransplantation zu schaffen", sagte Professor Reiner Körfer. Der Bad Oeynhausener Mediziner entwickelte das künstliche Herz in mehrjähriger Forschungsarbeit mit dem Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik des Helmholtz-Instituts der Technischen Hochschule Aachen. Ein klinischer Einsatz sei absehbar. Die bisherigen Forschungen seien ausschließlich privat finanziert worden.

Voraussetzung für die Weiterentwicklung sei, dass vor allem das Land Nordrhein-Westfalen dem Projekt die zugesagte finanzielle Unterstützung zukommen lasse. Die Entwicklung des Kunstherzens soll aus der Landeskasse in den nächsten beiden Jahren mit 2,2 Millionen Euro unterstützt werden, die Gesamtkosten in dem Zeitraum liegen bei 4 Millionen Euro.

Forschergruppen in mehreren Ländern arbeiten derzeit an den ersten vollimplantierbaren Kunstherzen. So wird auch in Frankreich derzeit ein vollimplantierbares Kunstherz entwickelt, in den Vereinigten Staaten ist ein derartiges Gerät namens Abiocor bereits zugelassen. Die Austauschherzen sollen langfristig eine Alternative zur Organtransplantation sein und nicht nur die Zeit bis zu einer Operation überbrücken helfen. "Der Bedarf an menschlichen Spenderherzen ist deutlich höher als die zur Verfügung stehenden Organe", teilte das Herzzentrum mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »