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Ärzte Zeitung online, 13.02.2009

Parodontitis kann auf erhöhtes Herzinfarktrisiko hinweisen

KIEL (eb). Eine schwere Parodontitis kann ein Hinweis auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko sein. Dieser Zusammenhang wird bereits seit längerem beobachtet. Forscher der Christian-Albrechts-Universität Kiel haben nun eine Genveränderung gefunden, die diesen Zusammenhang bestätigt.

Sie fanden ein verändertes Gen auf Chromosom 9, das sowohl Patienten mit einer KHK als auch Patienten mit schwerer Parodontitis hatten. Die Forscher um Dr. Arne Schaefer vom Institut für Klinische Molekularbiologie vermuten dahinter einen ursächlichen Zusammenhang.

Es sei daher an den Zahnärzten, die Parodontose ernst zu nehmen, frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln. "Die aggressive Parodontitis hat sich immerhin als Vorbote einer Krankheit mit späterer möglicher Todesfolge erwiesen", so Schaefer. Darüber hinaus könne das Wissen über das Herzinfarktrisiko Patienten mit Parodontose bewegen, die Risikofaktoren einzudämmen und sich um präventive Maßnahmen zu kümmern.

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