Ärzte Zeitung online, 09.04.2009

Herz-Op ohne Bluttransfusion möglich

TÜBINGEN (dpa). Bypass- und Herzklappenoperationen sind an der Universitätsklinik Tübingen künftig ohne Bluttransfusionen möglich. Bislang seien Blutübertragungen bei mehr als 50 Prozent solcher Operationen nötig gewesen, teilte die Klinik am Donnerstag mit. Jetzt könne mit einer neuen Version einer Herz-Lungen-Maschine darauf verzichtet werden.

Das Verfahren wird in Deutschland noch in Rostock, Coswig (Sachsen-Anhalt) und Regensburg angeboten. Herz-Lungen-Maschine übernehmen während einer Operation die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktion. Dabei wird das Blut aus dem Körper gepumpt, mit Sauerstoff angereichert und dann wieder zurückgeführt. Die neue Maschine pumpt das Blut über weniger Schläuche aus und in den Körper. Deswegen werde kein fremdes Blut mehr benötigt, sagte der Tübinger Professor Gerhard Ziemer. Gleichzeitig bestehe eine geringere Entzündungsgefahr.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »