Ärzte Zeitung online, 16.04.2009

Herzkranke haben beste Chancen im Südwesten

MANNHEIM (dpa). Gefährlicher Nordosten, gesunder Südwesten - so lässt sich eine neue Studie zu Herz-Kreislauf-Krankheiten zusammenfassen. Danach gibt es deutliche regionale Unterschiede bei der Mortalität der Betroffenen, wie die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) am Donnerstag in Mannheim mitteilte.

Laut Studie lebt es sich am besten in Baden-Württemberg, wo die wenigsten Menschen an ihrer Herz-Kreislauf-Krankheit sterben. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen ist die Sterblichkeit etwa doppelt so hoch. Generell gibt es ein klares Gefälle vom Nordosten zum Südwesten Deutschlands, zeigte die Studie des Berliner Professors Stefan N. Willich.

Der Forscher des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité hat im Auftrag der DGK die Daten zu den Herz-Kreislauf-Todesfällen ausgewertet. Dabei analysierte er den Angaben zufolge mehr als 2,3 Millionen Fälle von 1998 bis 2007. Im Vergleich von 1998 zu 2007 sinkt zwar die Sterblichkeit, aber das Nordost-Südwest-Gefälle bleibt bestehen. Die Ergebnisse der Studie geben Auskunft darüber, wie viele Menschen an ihren Herz-Kreislauf-Krankheiten sterben und nicht darüber, wie hoch der Anteil der Herz-Kreislauf-Kranken in der Bevölkerung ist.

In der nächsten Projektphase sollen nun die möglichen Ursachen für die regionalen Unterschiede der Sterblichkeit geklärt werden. Dazu zählen medizinische, soziale und ökonomische Bedingungen.

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