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Ärzte Zeitung online, 27.08.2009

Bessere Überlebenschance für Kinder mit Herzfehlern

BONN (dpa). Herzfehler sind die häufigste Organmissbildung bei Neugeborenen. Jedes 100. Kind in Deutschland komme mit einer solchen Diagnose zur Welt, sagte der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren, Rudolf Hammerschmidt, am Donnerstag der Deutschen Presseagentur. Seit Gründung der Organisation vor 20 Jahren haben sich die Überlebenschancen der betroffenen Kinder in Deutschland enorm gesteigert. Während 1989 noch etwa 20 Prozent der kleinen Patienten starben, sind es nun fünf Prozent.

Im Jahr 2007 seien in Deutschland 7245 Kinder mit einem Herzfehler geboren worden, berichtete Hammerschmidt. Weltweit werden pro Jahr 3000 bis 4000 Kinderherzen verpflanzt. Zentrales Ziel der Forschung, die die Fördergemeinschaft unterstützt, sind den Angaben zufolge Experimente zur mitwachsenden Herzklappe. Sieben von tausend Kindern in Deutschland benötigen jährlich eine neue Herzklappe.

Derzeit werden Klappen von Schweineherzen oder mechanische Nachbauten eingesetzt, wie Hammerschmidt erläuterte. Das allerdings hat Nachfolgeoperationen zur Folge. Alle zwei bis drei Jahre müssen bei den jungen Patienten bis zum Alter von 17 oder 18 Jahren neue, größere Klappen eingesetzt werden. Es gibt laut Hammerschmidt erste hoffnungsvolle Ansätze, dass mitwachsende Klappen im Laufe der kommenden zehn Jahren einsatzbereit sind. Das könnte die Kinder stark entlasten und die Kosten senken.

Die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren hat in der Zeit ihres Bestehens 24,5 Millionen Euro an Spenden in 31 Projekte an 12 medizinische Einrichtungen weitergeleitet.

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