Ärzte Zeitung online, 03.09.2009

Erste Stammzell-Verpflanzung bei Herzklappen-OP

ROSTOCK (dpa). Chirurgen am Rostocker Universitäts-Klinikum ist nach eigenen Angaben die weltweit erste Transplantation von Stammzellen während einer Herzklappen-Operation gelungen. Das Team unter Leitung des Herzspezialisten Andreas Liebold habe vor Kurzem körpereigene Stammzellen aus dem Knochenmark eines Patienten im Rahmen einer Herzklappen-Korrektur erfolgreich verpflanzt, teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

Dank des sogenannten videoskopischen Operationsverfahrens reichte den Medizinern ein nur vier Zentimeter langer Schnitt, um die Stammzellen in den geschwächten Herzmuskel des Mannes einzuspritzen. Der Patient konnte inzwischen entlassen werden.

Die neue Technologie mit einer "Videokamera im Herzen" ermöglichte den Angaben zufolge eine punktgenaue Korrektur der Klappen und zugleich eine Behandlung der geschädigten Herzwand mit den Stammzellen. Dabei musste der Brustkorb des Patienten nicht geöffnet werden. Die Rostocker Herzchirurgen arbeiten seit mehreren Jahren an der Entwicklung entsprechender Verfahren. Im Jahr 2001 nahmen sie die damals erste Stammzell-Injektion in einen durch Infarkt beschädigten Herzmuskel vor. Seither wurden 140 Patienten mit der neuen Methode behandelt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »