Ärzte Zeitung online, 16.09.2009

Die MHH trauert um den Kardiologen Professor Helmut Drexler

HANNOVER (eb). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) trauert um Professor Helmut Drexler. Der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie verstarb unerwartet am vergangenen Wochenende im Alter von 58 Jahren.

"Wir sind bestürzt und traurig. Mit ihm verlieren wir ein Vorbild als Arzt, Forscher, Hochschullehrer - und Mensch", sagt der Präsident der MHH, Professor Dieter Bitter-Suermann. "Professor Drexler stellte an sich und seine Mitarbeiter höchste Ansprüche in der Spitzenmedizin und -forschung. Trotz aller großartigen Erfolge rückte er nicht sich, sondern stets seine Arbeit in den Mittelpunkt. Er hat in den 13 Jahren seiner Leitung die Klinik für Kardiologie und Angiologie und seine Mannschaft zu einer geschlossenen, leistungsstarken und kooperationsfähigen Einheit innerhalb des Zentrums für Innere Medizin geformt, die zu den Kronjuwelen der MHH gehört. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen."

Drexler hatte seit seiner Berufung an die MHH im Jahr 1996 seine Klinik zu einem national und international renommierten Zentrum in der Diagnostik und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen ausgebaut. Erst im Mai 2009 setzte die Klinik mit der Eröffnung einer neuen Intensivstation nach dem so genannten Gradientenmodell europaweit Maßstäbe, nachdem im vergangenen Jahr ein neues Herzkatheterlabor eröffnet worden war. Auch in der Forschung ist die Klinik aktiv: Zell- und molekularbiologische Ansätze eröffnen völlig neue Therapiemöglichkeiten.

Drexler leitete die Klinische Forschergruppe 136 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur "Regeneration und Adaption im kardiovaskulären System" und das "Transatlantic Network of Excellence for Cardiac Research" der Leducq-Stiftung zur Erforschung der Herzschwäche. Seine Klinik trägt wesentlich zum Erfolg des Exzellenzclusters REBIRTH (Regenerative Medizin) und des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Transplantationen (IFB Tx) der MHH bei.

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