Ärzte Zeitung, 09.04.2010

Zentrum zu Herzforschung startet in Kürze

MANNHEIM (Rö). Das Deutsche Herzforschungszentrum wird kommen. Dafür stellt der Staat jährlich 55 Millionen Euro Fördergelder bereit.

Zentrum zu Herzforschung startet in Kürze

© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

Die Entscheidung für das Zentrum falle am 14. April, gab der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie Professor Michael Böhm aus Homburg/Saar bei der DGK-Tagung in Mannheim bekannt.

Das Deutsche Herzforschungszentrum gruppiert sich dezentral um das Nationale Institut für Herzkreislauferkrankungen am Max-Delbrück-Zentrum in Berlin. Teilnehmen werden bundesweit Institute, die die Herzforschung vorantreiben. Für jedes Zentrum werden etwa 3 bis 8 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

In Deutschland gebe es im Vergleich zu anderen Krankheiten Nachholbedarf, obwohl der Förderaufwand bei Herzkreislauferkrankungen eigentlich geringer sei. 44 Prozent der Menschen sterben an kardiovaskulären Ursachen.

Doch gebe es auch Erfolge, so Böhm: Bei Herzkreislauferkrankungen gab es mit 2,6 Jahren den höchsten Zuwachs an Lebenserwartung. Die Sterberaten bei Herzinfarkt sind in Kliniken von 1998 bis 2004 von 22 auf 13 Prozent (Frauen) und von 12 auf 7 Prozent (Männer) gesunken.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »