Ärzte Zeitung online, 08.10.2010

Sterberate in Russland nach Waldbränden gestiegen

MOSKAU (dpa). Die schlimmsten Waldbrände in der russischen Geschichte haben nach Angaben des nationalen Statistikamtes die Sterberaten landesweit um Zehntausende Tote steigen lassen. Im Juli und August seien im größten Land der Erde insgesamt rund 56 000 Tote mehr als im gleichen Zeitraum 2009 registriert worden, teilte die Behörde am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit.

Allein in der Hauptstadt Moskau starben in den beiden Monaten 4000 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dort habe der giftige Smog der Brände bei vielen Bewohnern zum Kreislaufkollaps geführt, hieß es. Auch in anderen Gebieten führten die Feuer zum dramatischen Anstieg der Sterberate.

Während der etwa zwei Monate andauernden Gluthitze mit Temperaturen über 35 Grad Celsius hatte eine Feuerwalze tausende Häuser zerstört und einen Großteil der Ernte vernichtet. Die Bilder vom schweren Torfbrand-Rauch im Zentrum Moskaus gingen um die Welt.

Homepage des Nationalen Statistikamtes von Russland (englisch)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »