Ärzte Zeitung online, 24.03.2017

Gesunde Ernährung

Frühstücken wie ein Kaiser!

Ein Kommentar von Peter Leiner

Zu einer gesunden Ernährung gehört nicht nur, auf die richtige Zusammensetzung zu achten, sondern auch das Frühstück nicht wegzulassen. Das ist eine klare Botschaft der US-amerikanischen Herzgesellschaft in ihrer wissenschaftlichen Stellungnahme nach Auswertung einer ganzen Reihe klinischer Studien, einige davon mit Blick auf das kardiovaskuläre Risiko in prospektivem Design. Diese Botschaft steht diametral derjenigen des britischen Biochemikers Terence Kealey entgegen: Der ehemalige Vizekanzler der Universität von Buckingham hat vor wenigen Wochen mit seinem Buch "Breakfast is a Dangerous Meal" auch die Deutschen aufgeschreckt.

Wie die US-Wissenschaftler jedoch klarstellen, geht aus prospektiven Studien hervor, dass etwa das Herzinfarktrisiko bei Verzicht auf das Frühstück deutlich erhöht ist. Letztlich kommt es wohl darauf an, dass das Einbinden einer qualitätsreichen Mahlzeit am Morgen auch dazu beitragen kann, dass man Zeitpunkt und Häufigkeit der Mahlzeiten während des Tages bewusster wählt und so für ein achtsames Essen sorgt. Schon die Alten haben gewusst, wie man sich gesund ernährt: morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Fürst und abends wie ein Bettelmann. Vom Auslassen des Frühstücks war also nie die Rede!

Lesen Sie dazu auch:
Prävention: Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

HPV-Infektion durch Oralsex wohl eher selten

Frauen mit zervikaler HPV-Infektion übertragen die Viren offenbar nur sehr selten auf ihre Mundschleimhäute oder die ihres Sexualpartners, so eine kleine Studie. mehr »

Chaos bei der Lebensmittelkennzeichnung

Ein Lebensmittelunternehmen macht freiwillige Nährwertangaben. Das geht nicht, urteilt das Landgericht Hamburg – aus Wettbewerbsgründen. Ärzteverbände sehen Ernährungsministerin Klöckner am Zug. mehr »

Eine Wanne voll Alkoholika für jeden Bürger

Alkohol und Tabak stellen in Deutschland nach wie vor die größten Suchtgefahren dar. In der Suchtberatung bilden aber die Automatenspieler die größte Gruppe, heißt es im neuen Jahrbuch Sucht. mehr »