Ärzte Zeitung, 14.07.2009

Neue Fixkombi verbessert Blutdrucksenkung

Hochdosis-Therapie jetzt mit Candesartan plus HCT möglich / Option für schwer einstellbare Patienten

FRANKFURT AM MAIN (hbr). Für Hypertonie-Patienten gibt es jetzt die Fixkombination aus Candesartan plus Diuretikum in zwei neuen Wirkstärken.

Die neuen Wirkstärken erweitern die beiden bisher erhältlichen Dosierungen aus Candesartan und Hydrochlorothiazid (HCT) (8 mg/12,5 mg und 16 mg/12,5 mg) um die Hochdosis-Optionen 32 mg/12,5 mg (Atacand® plus) und 32 mg/25 mg (Atacand® plus forte). Davon können auch schwer einstellbare Hypertonie-Patienten profitieren, wie eine Studie belegt: Fast die Hälfte der Probanden, bei denen sich der diastolische Blutdruck unter dem Sartan allein nicht normalisierte, erreichte mit den Kombinationen normale Werte.

An der Vergleichsuntersuchung nahmen 3521 Patienten mit einem diastolischen Blutdruck von 90 bis 114 mmHg teil. Bei 35 Prozent der Probanden sank der Blutdruck mit 32 mg Candesartan in sechs Wochen unter 90 mmHg. Die übrigen wurden per Zufall drei Gruppen zugeteilt. Alle bekamen acht Wochen lang 32 mg Candesartan, Gruppe 2 außerdem 12,5 mg HCT und Gruppe 3 zusätzlich 25 mg HCT.

Der diastolische und der systolische Blutdruck besserten sich in allen drei Gruppen - die Kombinationstherapien waren aber jeweils signifikant besser. So erreichte die Verringerung der Werte mit beiden Kombinationen gegenüber der Monotherapie mehr als den doppelten Umfang, hat Professor Gerd Bönner aus Bad Krozingen bei einer Veranstaltung von AstraZeneca in Frankfurt am Main berichtet. Die höher dosierte Kombination war zudem signifikant wirksamer als die niedriger dosierte.

Insgesamt führten - im Stehen gemessen - 32 /12,5 mg Candesartan/HCT zu einer Abnahme um 11,8/6,7 mmHg. Mit 32/25 mg verstärkte sich die Absenkung auf 15,1/8,4 mmHg. Im Sitzen gemessen fiel die Abnahme noch deutlicher aus: -13/-8,8 mmHg sowie -15,5/ -10 mmHg. Studienabbrüche wegen unterwünschter Ereignisse wurden mit 1,8 bis 2,3 Prozent in allen drei Gruppen selten beobachtet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »