Ärzte Zeitung, 23.06.2010
 

Softdrinks erhöhen offenbar den Blutdruck

Softdrinks erhöhen offenbar den Blutdruck

Der Zucker macht's offenbar.

© Elenathewise / fotolia.com

NEU-ISENBURG (eis). Wer zuckerhaltige Limonaden meidet, kann damit offenbar seinen Blutdruck senken, haben US-Forscher jetzt herausgefunden. (Circulation 2010; 121: 2398). Sie haben bei 810 übergewichtigen Erwachsenen aus einer Verhaltensstudie die Wirkungen der Softdrinks analysiert. 

Zu Beginn der Studie tranken die Probanden im Mittel eine Portion (0,3 l) der zuckerhaltigen Limonaden am Tag, viele auch deutlich mehr. Ergebnis: Mit jedem Glas weniger täglich fiel der Blutdruck binnen 18 Monaten um 1,8 mmHg (systolisch) und 1,1 mmHg (diastolisch). Der Einfluss der Zuckerbrausen auf den Blutdruck war auch dann noch statistisch signifikant, wenn Gewichtsreduktionen in dieser Zeit berücksichtigt wurden. 

Zuckerfreie Limonaden mit oder ohne Koffein erhöhten den Blutdruck nicht. Die Forscher führen den Effekt daher auf den Zucker in den Limonaden zurück.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »