Ärzte Zeitung, 22.05.2011

Nahrungsergänzung schützt Schwangere vor Präeklampsie

MEXICO CITY (eis). Bei Schwangeren mit hohem Risiko für Präeklampsie senkt ein Nahrungsergänzungsmittel mit der Aminosäure L-Arginin und antioxidativen Vitaminen die Erkrankungsrate. Das haben Forscher aus Mexico und den USA belegt (BMJ online 19. Mai).

An der Studie nahmen 672 Schwangere mit Präeklampsie in der Anamnese oder mit Frühsymptomen der Krankheit teil. Je etwa 220 Frauen bekamen nach dem Zufallsprinzip ab der 20. SSW bis zur Geburt täglich Energie-Riegel ohne Zusätze, mit zusätzlich antioxidativen Vitaminen oder mit antioxidativen Vitaminen plus L-Arginin.

Ergebnis: In der Kontrollgruppe entwickelten 30 Prozent der Frauen eine Präeklampsie, in der Gruppe mit ausschließlich Vitaminen waren dies 23 Prozent und in der Gruppe mit L-Arginin plus Vitaminen 13 Prozent.

Die Einzelkomponenten haben in vorhergehenden Studien die Präeklampsie-Rate nicht gesenkt. Die einfache und preisgünstige Behandlung mit der Kombination könnte die Rate von Präeklampsie und Frühgeburt senken, so die Forscher. Die Ergebnisse sollten jedoch in einer weiteren Studie überprüft werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Warum Schlafmangel heißhungrig macht

Schlafmangel kurbelt den Hunger an, das kennen viele aus Erfahrung. Warum das so ist, haben jetzt Forscher entschlüsselt: Es liegt nicht an den Hormonen. mehr »

So hoch ist der neue Beitragssatz Ihrer Krankenkasse

Für Millionen Kassenpatienten sinkt der Beitragssatz. Welche Krankenkasse 2019 günstiger wird, welche teurer und welche ihre Beiträge stabil hält, zeigen wir in unserem großen Beitragssatz-Check mit aktuell 39 Kassen. mehr »

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin

Bei der Künstlichen Intelligenz (KI) rückt die Medizin immer stärker in den Fokus. Medizinethiker Professor Georg Marckmann erläutert im Interview, warum KI ein wertvoller Baustein bei Diagnostik und Therapie sein kann. mehr »