Ärzte Zeitung, 05.04.2013

Posttraumatische Belastungsstörung

Hypertoniker vermehrt betroffen

MANNHEIM. Unter Bluthochdruck-Patienten finden sich mehr Menschen mit der Diagnose "Posttraumatische Belastungsstörung" (PTBS) als in der Allgemeinbevölkerung, zeigt eine Studie, die bei der 79. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgestellt wurde.

"Wir gehen davon aus, dass bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung die chronische Hyperaktivität des sympathischen Nervensystems eine mögliche Ursache für das häufige Auftreten von Bluthochdruck ist", wird Studien-Autorin Dr. Elisabeth Balint vom Universitätsklinikum Ulm in einer DGK-Mitteilung zitiert.

In der Studie wurden 77 Bluthochdruck-Patienten untersucht. 10 Prozent zeigten das Vollbild einer posttraumatischen Belastungsstörung, das ist deutlich mehr als in der Allgemeinbevölkerung, weitere 12 Prozent erfüllten die Kriterien einer partiellen PTBS.

Insgesamt waren 22 Prozent der Studienteilnehmer mit den Folgen eines traumatischen Ereignisses klinisch bedeutsam belastet (Abstract P1440. Clin Res Cardiol 102, Suppl 1, 2013). (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »