Ärzte Zeitung, 06.08.2004

Brandenburg einig über Programm für KHK-Patienten

POTSDAM (ami). Kassenärztliche Vereinigung (KV), Krankenhausgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen in Brandenburg haben sich auf Eckdaten zum Disease-Management-Programm Koronare Herzkrankheit (DMP KHK) geeinigt.

Als koordinierende Ärzte sind Hausärzte vorgesehen. In Ausnahmefällen können Kardiologen die Rolle des Koordinators übernehmen, wenn sie einen KHK-Patienten bereits über längere Zeit betreut haben. Niedergelassene Ärzte müssen jährlich eine zertifizierte KHK-Fortbildung nachweisen, auch für Krankenhäuser gibt es bestimmte strukturelle Voraussetzungen.

Zentraler Bestandteil des Programms sollen Patientenschulungen sein. Sie sind Aufgabe der Hausärzte. Sie sollen Patienten vor allem zum selbständigen Blutdruckmessen anleiten, heißt es bei der AOK. Die Schulungsberechtigung kann der Arzt bei der KV beantragen, nachdem er und seine Helferin entsprechende Kurse absolviert haben.

Für die Koordinationsleistungen und die Leistungen der Kardiologen wurden Pauschalen festgelegt. DMP-bedingte Mehrleistungen sollen nachvergütet werden, heißt es bei der KV Brandenburg. Die Funktionäre rechnen im September mit dem Vertragsbeginn. Die Verhandlungen zum DMP KHK mit der Arbeitsgemeinschaft der Brandenburger Kassenverbände sind bislang zügig verlaufen.

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