Kardiologie

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Forschung und Praxis, 06.05.2005

Kann Pioglitazon koronares Gewebewachstum hemmen?

Positive Pilotstudie zur Reduktion von Restenosen

So soll es nicht sein: Nach Gefäßerweiterung verengt Gewebewachstum das Lumen erneut. Foto: Cordis

Das Problem der Wiederverengung nach Aufdehnung verengter Koronargefäße plagt die Kardiologen seit Anbeginn der perkutanen Katheterintervention. Jetzt scheint mit den medikamentefreisetzenden Stents ein Weg gefunden worden zu sein, die Restenose-Rate deutlich zu senken. Auch Möglichkeiten der medikamentösen Hemmung der Neointima-Bildung im dilatierten Koronargefäß sind noch in der Diskussion.

Ulmer Forscher haben dabei Glitazone wie Pioglitazon oder Rosiglitazon im Visier. Bei Typ-2-Diabetikern verringerten diese oralen Antidiabetika die Restenose-Bildung nach Koronarintervention, berichtete Dr. Nikolaus Marx. Unklar ist, ob es sich dabei um eine Folge der verbesserten Stoffwechseleinstellung oder um einen direkten Effekt auf das neointimale Gewebewachstum handelt.

Marx und Mitarbeiter haben deshalb die Wirkung von Pioglitazon (30 mg/Tag) in einer placebokontrollierten Studie bei 50 Nichtdiabetikern mit KHK nach koronarer Stentimplantation untersucht. Metabolische Parameter wurden bei ihnen durch diese Behandlung nicht verändert.

Nach sechs Monaten stellten die Forscher per intravasalem Ultraschall fest, daß das Neointima-Volumen im Stentlumen in der Pioglitazon-Gruppe signifikant geringer war als in der Placebo-Gruppe, was sich auch in einer signifikant niedrigeren Restenose-Rate widerspiegelte. Nach diesen ersten Befunden bedarf es zur weiteren Klärung nun größerer Studien, sagte Marx. (ob)

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