Kardiologie

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Ärzte Zeitung, 11.11.2005

Spezial-Fettsäuren für geschädigte Herzen empfohlen

Spezialist rät zu Hochdosis

FRANKFURT AM MAIN (ner). Die Aufnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren kann plötzliche Herztodesfälle verhindern. Allerdings sind dafür konstante Konzentrationen freier Omega-3-Fettsäuren im Serum erforderlich.

Auf diese Notwendigkeit hat Professor Werner O. Richter vom Institut für Fettstoffwechsel und Hämorheologie (ifh) in Windach bei einer Veranstaltung des Unternehmens Trommsdorff in Frankfurt am Main aufmerksam gemacht. Ischämie-bedingte Arrhythmien werden nach Richters Angaben durch langkettige Omega-3-Fettsäuren gehemmt - allerdings nur, wenn die Fettsäuren in freier Form vorliegen.

Lokale Enzyme in der Herzmuskulatur seien nicht in der Lage, die Omega-3-Fettsäure aus Zellmembranen bei einer Ischämie rasch freizusetzen. Deshalb müssen nach Überzeugung des Stoffwechsel-Experten Risikopatienten, etwa nach Myokardinfarkt, täglich definierte Mengen Omega-3-Fettsäuren aufnehmen.

Die Empfehlung, regelmäßig Fisch zu essen, bringe kaum etwas, meinte Richter. Erstens führe die stoßweise Aufnahme, zum Beispiel einmal pro Woche in sehr hoher Konzentration, nicht zu stabilen Serum-Konzentrationen. Das hätten Serumspiegel-Messungen bei gesunden Probanden erbracht.

Zweitens gebe es Sicherheitsbedenken gegen starken Fischkonsum. Denn Seefische seien mit unterschiedlich hohen Konzentrationen an Umweltgiften wie Quecksilber, polychlorierten Biphenylen (PCB) und Dioxin belastet. Das Ausweichen auf Zuchtfische habe ebenfalls Nachteile: Zuchtlachse enthielten im Unterschied zu Wildlachsen kaum Omega-3-Fettsäuren.

Richter sprach sich daher für die regelmäßige Zufuhr der Omega-3-Fettsäuren als Konzentrat aus. Dies ist in Form von Ethylester mit dem verschreibungspflichtigen Arzneimittel Zodin® möglich.

Das Präparat ist zur Sekundärprophylaxe nach Myokardinfarkt sowie für Patienten mit Hypertriglyzeridämie zugelassen.

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