Ärzte Zeitung, 11.11.2008

Kommentar

KHK-Prävention nach Präeklampsie

Von Ingrid Kreutz

Bei Frauen steigt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkt bekanntlich später als bei Männern, und zwar erst nach der Menopause. Zurückgeführt wird das auf den Wegfall des hormonellen Schutzes in der Postmenopause. Kanadische Forscher haben jetzt einen Marker entdeckt, mit dem sich KHK-gefährdete Frauen offenbar schon früh erkennen lassen.

Sie haben festgestellt, dass Schwangere, die eine Präeklampsie entwickelten, bei einer Nachuntersuchung ein Jahr nach der Entbindung vermehrt kardiovaskuläre Risikofaktoren hatten wie Hypertonie und Adipositas. Das Risiko, in den nächsten zehn Jahren ein kardiovaskuläres Ereignis zu entwickeln, ist bei Frauen mit Präeklampsie um das Zwei- bis Dreifache höher als bei Frauen ohne diese Schwangerschaftskomplikation, haben die kanadischen Forscher errechnet.

Kollegen sind somit gefordert, bei jungen Patientinnen mit Präeklampsie in der Anamnese das kardiovaskuläre Risikoprofil im Auge zu behalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »