Ärzte Zeitung, 15.09.2009

Musik entspannt und bessert die Prognose von Herz-Patienten

BARCELONA (Rö). Zur Nachbehandlung von Patienten mit Herzinfarkt oder Revaskularisation der Koronarien ist offenbar regelmäßiges Musikhören hilfreich. Denn das mindert Pulsrate und Blutdruck. Dadurch kommt es zu weniger neuen kardiovaskulären Ereignissen. Belegt hat das Dr. Predrag Mitrovic von der Universität Belgrad. Beim europäischen Kardiologenkongress hat er seine Resultate einer Studie mit 740 Herzpatienten vorgestellt.

Die Hälfte von ihnen erhielt Musiktherapie. Jeder Patient dieser Gruppe lauschte zweimal täglich zwölf Minuten. Nach sieben Jahren waren bei ihnen im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Musik systolischer und diastolischer Blutdruck sowie die Pulsrate niedriger. Klinisch manifestierte sich dies als weniger Herzinsuffizienz, Angina pectoris, Reinfarkte und erneute Revaskularisation, alles statistisch signifikant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »