Ärzte Zeitung, 17.10.2010

Diät für Herz und Gefäße so gut wie Arzneien

LUND (mut). Die richtige Ernährung kann kardiometabolische Risikofaktoren in einem ähnlichen Maß reduzieren wie eine Arzneitherapie. Darauf deuten Daten einer schwedischen Studie.

Forscher der Universität Lund hatten 44 übergewichtigen Teilnehmern vier Wochen lang eine spezielle antientzündliche Diät mit geringem glykämischem Index, hohem Gehalt an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren serviert. Die Teilnehmer bekamen dabei etwa viel Fisch, Sojaprodukte, Beeren, Nüsse, Vollkornprodukte, aber auch Gewürze wie Zimt und Essig.

Im Vordergrund stand nicht das Abspecken, sondern das kardiometabolische Risiko. Nach vier Wochen waren der LDL-Wert um 33 Prozent gesunken, die Blutlipidwerte insgesamt um 14 Prozent, der Blutdruck um 8 Prozent, die Werte für Entzündungs- und Thrombosemarker um bis zu 26 Prozent. Auch die kognitive Leistung wurde besser, teilt die Uni mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

MDK lehnt Pflegeanträge seltener ab

Kommen die Pflegereformen bei den Versicherten an? Neuen Zahlen zufolge fallen weniger Antragssteller durchs Raster und erhalten somit Leistungen. mehr »