Ärzte Zeitung, 08.02.2011

Bypass-Op mit Vorteil bei komplexen Stenosen

SAN DIEGO (ob). Aktuelle Langzeit-Ergebnisse der SYNTAX-Studie favorisieren die koronare Bypass-Operation als die günstigere Option zur Revaskularisation von Patienten mit komplexen Koronarläsionen im Vergleich zur perkutanen Koronarintervention mit Stent-Implantation. Nach drei Jahren war die Ereignisrate (Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall, Revaskularisation) in der Gruppe mit koronarchirurgischer Behandlung noch immer signifikant niedriger als in der Gruppe mit interventioneller Therapie (20,2 versus 28,0 Prozent), berichtete jetzt der Leipziger Herzchirurg Professor Friedrich W. Mohr auf einem Kongress in San Diego.

Vor allem Hochrisiko-Patienten profitierten von der Bypass-Op in deutlich stärkerem Maße als von der perkutanen Stent-Therapie. An der SYNTAX-Studie waren 1800 KHK-Patienten mit koronarer Dreigefäßerkrankung oder Hauptstamm-Stenose beteiligt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Medizin per Videos patientengerecht erklärt

Bei der Visite oder im Gespräch bemerkten die Mediziner Nicolas und Sebastian Kahl, dass Patienten nur wenig von den Ausführungen des Arztes verstanden haben. So entstand die Idee, Erklärvideos zu produzieren. mehr »