Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 26.11.2013

ACS

Telefonanrufe und Schulung für die Compliance

Nach einem akuten Koronarsyndrom lässt sich die Therapie-Adhärenz zu prognostisch wirksamen Medikamenten durch mehrere Maßnahmen erhöhen. Dazu zählen Patientenschulung und eine engmaschige Kontrolle.

Bessere Compliance bei der Sekundärprävention

Eine skeptische Einstellung zu Arzneimitteln ist sehr häufig der Grund für mangelhafte Compliance.

© StockLite / shutterstock.com

DALLAS. Patienten lassen es häufig an der notwendigen Therapiedisziplin mangeln, selbst bei lebensverlängernden Medikamenten nach einem so einschneidenden Ereignis wie dem akuten Koronarsyndrom.

Jeder dritte Patient setzt bereits nach einem Monat eines der Medikamente ab. 40 Prozent nehmen nach einem Jahr kein Statin mehr ein, hat Dr. Michael Ho vom Veterans Administration Eastern Colorado Health Care System in Denver berichtet.

Auf dem Jahreskongress der American Heart Association 2013 in Dallas stellte Ho die Ergebnisse einer Interventionsstudie vor, bei der mit einem Strauß von Maßnahmen versucht wurde, die Compliance von Patienten in der Sekundärprävention von Herzattacken zu erhöhen.

Um die optimierte Adhärenz in der Sekundärprävention bemühten sich Apotheker und Arzt im Teamwork: Der Pharmazeut entwarf individuelle Therapiepläne und stimmte diese mit dem behandelnden Arzt ab, der Patient wurde ausgiebig geschult. Telefonanrufe erinnerten den Patienten regelmäßig daran, sich nach dem Aufbrauchen einer Tablettenpackung neue Rezepte zu besorgen.

Arzneien werden besser eingenommen

Die Maßnahmen hatten Erfolg: Patienten der Interventionsgruppe waren im Laufe eines Jahres zu 89 Prozent therapietreu, die Patienten der Kontrollgruppe nur zu 74 Prozent. Vor allem Clopidogrel (87 versus 71 Prozent), Statine (93 versus 82 Prozent) und ACE-Hemmer oder AT1-Blocker (93 versus 82 Prozent) wurden signifikant zuverlässiger eingenommen als in der Kontrollgruppe.

Die Liebe zum Betablocker (88 versus 85 Prozent) konnte hingegen nicht erhöht werden. 253 Patienten hatten an der Studie teilgenommen.

Keinen Einfluss hatten die Maßnahmen auf die Blutdruck- und Blutcholesterinkontrolle; beim Blutdruck zeigte sich ein Trend zu niedrigeren Werten in der Interventionsgruppe.

Ebenfalls keine Effekte zeigten sich auf die klinischen Komplikationen, was so kurzfristig auch nicht zu erwarten wäre. Die Gesamtkosten waren in beiden Gruppen gleich hoch. (DE)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Eine immunschwächende Aktivität der Herpesviren könnte Alzheimer befeuern, so eine Studie. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »