Ärzte Zeitung online, 15.11.2017
 

Kleinere Narbe nach Herzinfarkt

Wachstumsfaktor sorgt für schnellere Heilung

HANNOVER. Forscher haben einen Wachstumsfaktor entdeckt, der die Heilung des Herzmuskels nach Infarkt verbessert, so dass nur eine kleine Narbe entsteht, wie die Medizinische Hochschule Hannover berichtet. Das Protein EMC10, das die Forscher in Knochenmarkszellen von Herzinfarktpatienten fanden, lasse Gefäßzellen zielgerichteter zum geschädigten Herzmuskel wandern und verbessere so die Blutversorgung des Gewebes (Circulation 2017; 136: 1809-1823). Gemeinsam mit einem Industriepartner wollen die Forscher EMC10 in großer Menge herstellen. Der Faktor könnte nach Infarkt für eine Woche durch eine unter die Haut implantierte Minipumpe abgegeben werden. Bei Mäusen funktioniere das sehr gut, heißt es in der Mitteilung. Es bestehe die Hoffnung, dass durch eine solche Therapie auch bei Patienten eine Herzinsuffizienz nach Infarkt verhindert werden könne.(eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

"Super Mario" hält Senioren geistig fit

3D-Computerspiele trainieren die räumliche Orientierung älterer Menschen - und schützen einer Studie zufolge vor Demenz. mehr »

Das "Gewebefenster" ist wichtig!

Warum nach sechs Stunden keine Thrombektomie mehr veranlassen, wenn es noch gute Chancen auf funktionelle Verbesserungen gibt? Das fragen sich wohl viele Neuroradiologen. mehr »

Werden CAR-T-Zellen Standard?

Die FDA-Zulassung der ersten Therapie mit CAR-T-Zellen hat in diesem Jahr für Aufsehen gesorgt. Experten beim ASH-Kongress sind überzeugt, dass die Therapie bei immer mehr Patienten Anwendung finden wird. mehr »