Kardiologie

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Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

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Ärzte Zeitung, 04.10.2007

Neue Therapie gegen Herzinsuffizienz in Sicht

Renin-Hemmer als mögliche Alternative für ACE-Hemmer oder AT-II-Blocker / Auch Kombitherapie ist denkbar

WIEN (HR). Mit dem Renin-Hemmer Aliskiren, dem ersten Medikament einer ganz neuen Substanzklasse, steht nicht nur ein neues Hochdruck-Medikament zur Verfügung. Auch in der Therapie von Herzinsuffizienz-Patienten könnte das Mittel eine Bereicherung werden.

Aliskiren ist vor kurzem als Rasilez® auf den Markt gekommen. Ergebnisse der ersten randomisierten und Placebo-kontrollierten Aliskiren-Studie mit Herzinsuffizienz-Patienten sind kürzlich beim Europäischen Kardiologen-Kongress in Wien vorgestellt worden. Mit ALOFT* - so heißt die Studie - sollten vorerst nur Sicherheit und Verträglichkeit des Medikaments bei Herzinsuffizienz zusätzlich zu einer ansonsten optimalen Therapie überprüft werden.

Dabei hat die Substanz die Erwartungen erfüllt. Wie Studienleiter Professor John McMurray von der Universität Glasgow in Schottland beim Kongress mitgeteilt hat, wurde Aliskiren gut vertragen, und zwar unabhängig davon, wie die optimale Basis-Therapie im Einzelnen aussah.

Die Plasma-Renin-Aktivität wurde effektiv gesenkt, und das, obwohl etwa 95 Prozent der Patienten schon einen Betablocker als Basis-Therapie bekamen. Und auch bei anderen Laborparametern waren die Werte gebessert.

Ob das Aliskiren, das an einer ganz anderen Stelle in das Hormonsystem RAAS eingreift als es etwa ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Blocker tun, eine Alternative für diese Substanzen sein wird, oder ob es Karriere als Kombinationspartner machen wird, dazu haben die Experten noch keine Erkenntnisse. Eine Bereicherung für die Herzinsuffizienz-Therapie, so legen sie in ihren Stellungnahmen nahe, könnte die Substanz jedoch so oder so sein.

*ALOFT: Aliskiren Observation of Heart Failure Treatment Study. Teilnehmer: 302 Patienten aus neun Ländern mit Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. 156 Patienten waren im Aliskiren-Arm, die Patienten wurden drei Monate lang beobachtet.

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