Ärzte Zeitung, 21.05.2010

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz: Sartan-Dosis rauf!

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz: Sartan-Dosis rauf!

BERLIN (gvg). Bei Herzinsuffizienz sollten AT1-Rezeptor-Antagonisten möglichst hoch dosiert werden. "Die optimalen Dosierungen überschreiten die üblicherweise bei Hypertonie angewandten Dosierungen teilweise deutlich", sagte Professor Carsten Tschöpe aus Berlin. Ein aktuelles Beispiel sei die HEAAL-Studie, in der gezeigt wurde, dass Patienten, die Losartan in einer Dosis von 150 mg einmal am Tag erhalten, hinsichtlich eines kombinierten Endpunkts aus Tod mit nicht-definierter Ursache oder stationärer Behandlung wegen Herzinsuffizienz signifikant besser abschneiden als Patienten, die die Standard-Dosis von 50 mg Losartan erhalten. "Das zieht sich durch alle Sartane", so Tschöpe in Berlin.

Die für die arterielle Hypertonie angegebene Höchstdosis könne bei der Indikation Herzinsuffizienz nach oben durchbrochen werden. "Damit holen wir für die Patienten noch etwas heraus." Hinsichtlich der unerwünschten Wirkungen sei diese Dosissteigerung relativ unproblematisch. Der Blutdruck falle nicht weiter. Und auch sonst sei das Verträglichkeitsprofil relativ konstant.

Lesen Sie auch:
Frühzeitig Arthrose - hier lohnt der Blick auf Ferritin
Welche antiischämische Therapie bei wem?
Neue Hinweise auf Nierenschutz durch Sartantherapie
Mikroalbuminurie: Diagnostik auch ohne Sammeln
Polymyalgia rheumatica: 15 mg Prednisolon
Bei einer Nierenarterienstenose: Stabile Patienten in Ruhe lassen!
Was bringt die Chirurgie der Nasennebenhöhle?
Koronar-Kontrolle ist kein Muss

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Muster-Weiterbildung in trockenen Tüchern

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat einstimmig die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärzte beschlossen und veröffentlicht. mehr »

Zehn Regeln für die Rheuma-Therapie

In der medikamentösen Behandlung von älteren Rheuma-Patienten gilt es für Ärzte, einiges zu beachten. Rheumatologen haben zehn Empfehlungen verfasst. mehr »

Es gibt deutlich mehr ausbildende Ärzte

Vor drei Jahren wurde die Förderung der ärztlichen Weiterbildung verbessert. Das zeigt offenbar Wirkung: In deutlich mehr Praxen werden nun Ärzte ausgebildet. mehr »