Kardiologie

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Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

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Ärzte Zeitung, 05.06.2013

Leitartikel

Revolution mit Q10 bei Herzinsuffizienz?

Eine als Abstract beim Kongress "Heart Failure 2013" präsentierte Studie lässt aufhorchen: Danach konnte die Mortalitätsrate bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz durch Coenzym Q10 halbiert werden. Zu schön, um wahr zu sein?

Von Peter Overbeck

Revolution mit Q10 bei Herzinsuffizienz?

Mehr Energie für das schwache Herz: Ist Coenzym Q10 dafür der richtige Kandidat?

© Tromeur / Shuttersock.com

Coenzym Q 10, auch als Ubichinon oder schlicht "Q 10" bekannt, hat als körpereigene und somit nicht patentierbare Substanz den Status eines Nahrungsergänzungsmittels.

Auf einschlägigen Websites wird Q 10 als "Lebenselixier" zur "Ganzkörper-Restauration" und "Kraftstoff für die Zellen" angepriesen, der Schutz vor allen möglichen Erkrankungen biete.

Bekanntheit unter Mediziner erlangte Coenzym Q 10 im Zusammenhang mit der Statin-Behandlung. Statine hemmen über ihre Wirkung auf das Enzym HMG-CoA-Reduktase außer der Cholesterinsynthese auch die Biosynthese von Coenzym Q 10.

Eine Q 10-Depletion durch Statine ist als mögliche Ursache von myopathischen Beschwerden ins Spiel gebracht worden. Bislang ist aber weder eine klinische Relevanz der durch Statine veränderten

Q 10-Konzentration im Serum oder Skelettmuskel noch ein Nutzen der Q 10-Supplementierung bei Statin-assoziierten Myopathien belegt worden.

Q 10-Konzentration in Organen mit hohem Energiebedarf am höchsten

Q 10 ist als Redoxsystem und Elektronenüberträger ein funktioneller Bestandteil der Atmungskette, der wesentlich zur mitochondrialen und extra-mitochondrialen Energiebereitstellung durch ATP-Bildung beiträgt.

Dementsprechend ist die Q 10-Konzentration in Organen mit hohem Energiebedarf wie dem Herzmuskel am höchsten.

Gemeinsam mit Karl Folkers, der erstmals die chemische Struktur von Q 10 beschrieb, wies der dänische Forscher Svend A. Mortensen aus Kopenhagen schon vor Jahrzehnten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Q 10 und Herzinsuffizienz hin.

Anhand von Myokardbiopsien konnten die Forscher zeigen, dass die myokardiale Q 10-Konzentration mit zunehmender Schwere der Herzinsuffizienz abnahm...

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