Ärzte Zeitung, 15.10.2014

DGK

Herzschwäche stört den Schlafrhythmus

DÜSSELDORF. Bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz weicht der Schlafrhythmus von dem bei Herzgesunden ab. Das belegt eine Studie der Klinik für Kardiologie Bad Oeynhausen und des Johns Hopkins Asthma und Allergy Center, Baltimore, die bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Düsseldorf präsentiert wurde. Verringert sind besonders die Anteile an Leichtschlaf und REM-Schlaf.

In der Studie wurden Polysomnographien verglichen. Teilnehmer waren einerseits 350 Patienten mit Herzinsuffizienz auf Basis einer reduzierten linksventrikulären Pumpfunktion und andererseits 350 Probanden ohne kardiale Anamnese aus der Sleep Heart Health Study.

Ergebnis: Bei verschiedenen Schlafphasen hätten sich erhebliche Differenzen zwischen beiden Gruppen ergeben, wobei klinisch relevant und eindrucksvoll die Unterschiede im REM-Schlaf und Leichtschlaf seien, so eine DGK-Mitteilung. Die Gesamtschlafzeit jedoch differierte nicht. (eb)

[15.10.2014, 07:42:47]
Dr. Hartwig Raeder 
Fragliche Einschlusskriterien
Alle Menschen mit einer Herzinsuffizienz haben diese "auf Basis einer reduzierten linksventrikulären Pumpfunktion". Wenn das Herz nicht genug sauerstoffreiches Blut pumpt, liegt eine Herzinsuffizienz vor. Was hat das mit einer kardialen Anamnese zu tun? Es gibt zahlreiche extrakardiale Ursachen für eine Herzinsuffizienz. Außerdem kann jede der vier Herzhöhlen die Pumpfunktion ursächlich limitieren. Warum sollte der linke Ventrikel diesbezüglich wichtiger sein als die drei anderen Herzhöhlen? zum Beitrag »

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