Ärzte Zeitung online, 27.12.2010

Vorhofflimmern keine Folge der Ernährungsweise

BOSTON (ob). Die Art der Ernährung scheint keinen Einfluss auf die Entstehung von Vorhofflimmern zu haben, wie aus neuen Daten der berühmten Framingham-Studie hervorgeht.

Vorhofflimmern keine Folge der Ernährungsweise

Oft verdächtigt, aber unschuldig: Kaffee macht kein Vorhofflimmern.

© Stocksnapper / fotolia.com

Faktoren des Lebensstils einschließlich Ernährung können die Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen positiv oder negativ beeinflussen. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass etwa die Ernährungsweise auch Auswirkungen auf die Entwicklung von Herzrhythmusstörungen und speziell Vorhofflimmern haben kann. Bisher ergibt sich dazu aus den vorliegenden Studiendaten aber noch kein klares Bild.

Eine Guppe um Dr. Jian Shen aus Boston ist deshalb dieser Frage in der berühmten "Framingham Heart Study", einem Klassiker der epidemiologischen Herzforschung, in prospektiver Weise nachgegangen (Am J Clin Nutr 2010; online). Die Forscher haben bei 4526 Personen vier Jahre lang alle Fälle eines erstmals aufgetretenen Vorhofflimmerns registriert. Diese Arrhythmie-Fälle sind dann in Beziehung zu den per Fragebogen erfassten Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmer gesetzt,

Im Beobachtungszeitraum entwickelten 296 Personen ein Vorhofflimmern. In der multivariaten Analyse war allerdings keine Assoziation zwischen Nahrungsfaktoren und Arrhythmie-Risiko festzustellen, Weder der Konsum von Alkohol oder koffeinhaltigem Kaffee noch eine faserreiche oder an Omega-3-Fettsäuren (Fisch) reiche Kost schienen von Bedeutung für die Inzidenz von Vorhofflimmern zu sein.

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