Ärzte Zeitung online, 25.06.2011

Neue Option für Schlaganfall-Prophylaxe bei Vorhofflimmern: Apixaban

PRINCETON/NEW YORK (ob). Wieder hat ein neues Antithrombotikum in der Schlaganfall-Prophylaxe bei Vorhofflimmern den Vergleich mit der konventionellen oralen Antikoagulation bestanden.

Nach dem Thrombinhemmer Dabigatran (RELY-Studie) und dem Faktor-Xa-Hemmer Rivaroxaban (ROCKET-AF-Studie) ist es diesmal mit Apixaban ein weiterer Faktor-Xa-Hemmer, der in einer großen Studie Schlaganfälle bei Vorhofflimmern mindestens ebenso gut verhinderte wie die klassische Antikoagulation mit einem Vitamin-K-Antagonisten.

In der ARISTOTLE-Studie, an der mehr als 18.000 Patienten beteiligt waren, ist Apixaban mit dem Vitamin-K-Antagonisten Warfarin als Standard verglichen worden. Das primäre Studienziel, die "Nicht-Unterlegenheit" des neuen Gerinnungshemmers nachzuweisen, sei erreicht worden, informieren jetzt Bristol-Myers Squibb und Pfizer in einer Pressemitteilung.

Beide Unternehmen betreiben gemeinsam die klinische Entwicklung von Apixaban. Auch im Hinblick auf ein sekundäres Studienziel - Nachweis der Überlegenheit - war man nach Angaben der Unternehmen erfolgreich.

Die Ergebnisse der ARISTOTLE-Studie sollen im Detail beim diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) Ende August in Paris vorgestellt werden.

Apixaban hat bereits in der AVERROES-Studie seine Überlegenheit im Vergleich zum Thrombozytenhemmer Acetylsalicylsäure in der Schlaganfall-Prophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern bewiesen, die als ungeeignet für eine orale Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten eingestuft worden waren.

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