Ärzte Zeitung, 07.12.2011

Gentherapie gegen Vorhofflimmern

HEIDELBERG (eb). Die Gentherapie bei Patienten mit Vorhofflimmern in die klinische Praxis bringen - das möchte der Kardiologe Dr. Dierk Thomas an der Universitätsklinik Heidelberg.

"Vor allem Patienten, die auf herkömmliche Therapien, etwa mit Medikamenten, nicht ansprechen, könnten profitieren", wird Thomas in einer Mitteilung der Universität zitiert.

In seinen Versuchen werden mit Viren als Genfähren Erbinformationen in Herzzellen geschleust. Diese DNA-Stücke beinhalten den Bauplan bestimmter Proteine, die dann in den Herzzellen verstärkt hergestellt werden.

Diese Eiweißmoleküle sollen dafür sorgen, dass sich der Herzrhythmus stabilisiert, wie es in der Mitteilung heißt. Erste Studien seien Erfolg versprechend gewesen. Ein Proteinkandidat ist Connexin 43, dessen Menge bei Patienten mit Vorhofflimmern um die Hälfte verringert ist.

Thomas will die Gentherapieforschung mit dem Preisgeld finanzieren, dass er durch den Forschungspreis der Joachim Siebeneicher-Stiftung erhalten hat. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Die Therapiekünste eines Kung-Fu-Meisters

Ein Kampfsportler stößt mit seinem Gesundheitskonzept bei Medizinern auf Interesse. Ein Arzt ist sogar geneigt, von einem Wunder nach der Therapie durch Chu Tan Cuong zu sprechen. mehr »