Ärzte Zeitung, 29.11.2012

Vorhofflimmern

Sterberate bei Digoxin erhöht

LEXINGTON. Eine Digoxin-Therapie ist bei Patienten mit Vorhofflimmern (VF) mit einer erhöhten Sterberate assoziiert, berichten Forscher des Gill Heart Instituts der Universität von Kentucky (Eur Heart J 2012; online 27. November).

Sie haben die Daten von 4060 VF-Patienten aus der AFFIRM-Studie analysiert.

Bei Therapie mit Digoxin ergab sich - unabhängig von Geschlecht und vorliegender Herzinsuffizienz - eine um 41 Prozent erhöhte Sterberate, und zwar nach Bereinigung um Risikofaktoren sowie Effekte anderer Therapien.

Das bedeutet ein zusätzlicher Todesfall in fünf Jahren pro sechs mit Digoxin behandelte Patienten. Die Therapie ging zudem mit einer erhöhten Rate kardiovaskulär bedingter (um 35 Prozent) und durch Arrhythmien verursachter Todesfälle (um 61 Prozent) einher.

Digoxin in der Therapie bei VF müsse neu bewertet werden, fordern die Forscher. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »