Ärzte Zeitung, 26.09.2013

Bradykardie

Normales Leben dank Schrittmacher

Durch Schrittmacher gewinnen Patienten mit Bradykardie eine weitgehend normale Lebenserwartung zurück.

AMSTERDAM Menschen, die wegen Bradykardie einen Schrittmacher erhalten, sterben heute in der Regel nicht an den Folgen ihrer Herzrhythmusstörung. Ihre Prognose wird vor allem durch eventuelle Begleiterkrankungen wie KHK oder Herzinsuffizienz bestimmt.

Besteht keine kardiovaskuläre Co-Morbidität, haben Schrittmacher-Patienten die gleiche Lebenserwartung wie die Normalbevölkerung, die Bradykardie hat dann per se keinen negativen Einfluss.

Zu diesem Ergebnis kommen Untersucher aus den Niederlanden in einer prospektiven Kohortenstudie (FollowPace), die Dr. Erik O. Udo aus Utrecht beim ESC-Kongress vorgestellt hat.

Wie Udo berichtete, sind die vorliegenden Studien zur Prognose von Schrittmacher-Patienten mehr als 20 Jahre alt. Inzwischen ist aber die technische Entwicklung von Schrittmachern vorangeschritten.

Um sich ein für die heutige Zeit repräsentatives Bild zu verschaffen, haben Udo und seine Kollegen 1517 Patienten ausfindig gemacht, die zwischen 2003 und 2007 an 23 Kliniken wegen Bradykardie erstmals mit einem Schrittmacher versorgt worden waren. Die Nachbeobachtung erstreckte sich im Schnitt über knapp sechs Jahre.

Nach einem Jahr lag die Überlebensrate bei 91 Prozent. Nach drei, fünf und sieben Jahren lebten noch 81 Prozent, 69 Prozent und 61 Prozent aller Patienten. (ob)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »

Wenn die Klinik-IT gehackt wird

Bei Hackerattacken auf Kliniken und Praxen sind Patienten, Ärzte und Hersteller betroffen. Welche Risiken bestehen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind, erörtern Medizinrechtler. mehr »