Ärzte Zeitung online, 21.08.2018

Herzwochen im November

Deutsche Herzstiftung klärt über Vorhofflimmern auf

FRANKFURT / MAIN. Mit den Herzwochen findet vom 1. bis zum 30. November 2018 die bundesweite Aufklärungskampagne zum Thema Vorhofflimmern der Deutschen Herzstiftung statt. In mehr als 100 Veranstaltungen können sich Betroffene, Angehörige sowie Fachkreise über die Herzrhythmusstörung informieren, teilt die Stiftung mit.

Allein in Deutschland haben nach Expertenangaben 1,8 Millionen Menschen Vorhofflimmern und jedes Jahr kommen Tausende dazu.

Grundlage der Herzwochen ist die neue Experten-Broschüre "Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung" mit Beiträgen von Kardiologen, Herzchirurgen und Pharmakologen, die über die Erkrankung sowie über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten laienverständlich informieren.

In den Herzwochen beantworten Herzspezialisten bei Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen häufige Fragen, etwa:

  • Wie lässt sich Vorhofflimmern frühzeitig entdecken, um es durch einen Arzt abklären zu lassen?
  • Sind Sensoren und Apps zur Herzüberwachung zu empfehlen?
  • Welche Rollen spielen Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzschwäche bei Vorhofflimmern?
  • Was können Betroffene selbst tun, um eine Besserung ihrer Rhythmusstörung erreichen (etwa Lebensstilmaßnahmen)?
  • Worauf sollten Patienten bei der Medikamententherapie achten?
  • Neue direkte orale Gerinnungshemmer: Welche Vor- und Nachteile haben sie in der Schlaganfallprophylaxe?
  • Erleichtern sie eine Unterbrechung für wenige Tage im Unterschied zu den alten Gerinnungshemmern?
  • Wer muss Gerinnungshemmer einnehmen?

"Viele Patienten mit Vorhofflimmern klagen über einen erheblichen Verlust an Lebensqualität. Besonders dann, wenn sie nur zwischenzeitlich mal für ein paar Stunden oder Tage Vorhofflimmern haben und daher wissen, wie gut sich ein regelmäßiger Herzrhythmus anfühlt", wird Herzspezialist Professor Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung in der Mitteilung der Stiftung zitiert.

"Wir werden die Patienten darüber informieren, welche Therapie – zum Beispiel Antiarrhythmika, Katheterablation – zur Beseitigung dieser Rhythmusstörung am besten geeignet ist und wie sie dadurch Lebensfreude zurückbekommen." (eb/grz)

Termine der Veranstaltungen in sind ab Mitte Oktober unter www.herzstiftung.de abrufbar.

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