Ärzte Zeitung online, 11.05.2010

Unterstützung für Hausärzte bei PAVK-Früherkennung

BERLIN (gvg). Hausärzten kommt bei der Früherkennung der PAVK eine zentrale Bedeutung zu. Künftig könnte es für die Erfassung des Knöchel-Arm-Indexes sogar wieder Geld geben.

Unterstützung für Hausärzte bei PAVK-Früherkennung

Bestimmung des Blutdrucks am Knöchel zur Errechnung des Knöchel-Arm-Indexes: Für Hausärzte könnte es dafür in Zukunft extra Geld geben. © C. Diehm

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA), Professor Karl-Ludwig Schulte, appellierte aus Anlass des 91. Röntgenkongresses an die niedergelassenen Ärzte, das PAVK-Screening ernst zu nehmen. So habe eine Untersuchung bei Schlaganfallpatienten in Bayern kürzlich gezeigt, dass bei jedem fünften Patienten eine unerkannte PAVK vorlag. Wäre die PAVK rechtzeitig erkannt worden und wäre eine optimale Sekundärprävention erfolgt, dann hätte damit womöglich auch der eine oder andere Schlaganfall verhindert werden können.

Die DGA will Hausärzte in Sachen PAVK unterstützen und hat kürzlich eine Informationskampagne gestartet. Hausärzte können Mappen mit dem Titel "Verschlusssache PAVK" bei der Gesellschaft anfordern. Darin finden sich unter anderem Patienten-Flyer, Informationsmaterialien für den Arzt und ein Praxisplakat.

Als hoffnungsvoll bezeichnete Schulte Überlegungen, wonach Hausärzte die für die PAVK-Diagnostik wesentliche Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes künftig wieder zu Lasten der GKV abrechnen können. Das geht bisher nicht.

Jetzt gebe es aber Überlegungen bei einigen Krankenkassen, die Messung - beispielsweise als Teil von Hausarztverträgen - wieder für die Hausärzte rentabel zu machen. Auch eine normale Abrechnungsziffer werde zumindest in einigen Bundesländern wieder verstärkt diskutiert, so Schulte.

Weitere Informationen zur DGA-Kampagne: www.verschlusssache-pavk.de

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