Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 10.05.2005

Blutdruck 140 zu 90: Diese Hürde wird viel zu oft nicht genommen

Risikofaktoren: Am Schlaganfall-Tag ein großes Thema

BERLIN (Rö). Zum "Tag gegen den Schlaganfall" wird heute weltweit und auch in vielen deutschen Städten aufgeklärt. Etwa durch Mitmach-Aktionen, bei denen auch der Blutdruck gemessen, über Risikofaktoren für einen Schlaganfall und typische Symptome informiert wird.

Denn jährlich bekommen in Deutschland 200 000 Menschen einen Schlaganfall, ein Viertel stirbt in den ersten Wochen, bei der Hälfte bleiben Beeinträchtigungen. Viele Apoplexien sind vermeidbar. Denn die Risikofaktoren sind gut bekannt, Hypertonie allen voran.

Leider habe sich in den letzten 20 Jahren trotz aller Bemühungen die Situation nichts grundsätzlich gebessert, so Professor Thomas Unger von der Berliner Charité. Denn immer noch erreicht nur jeder zehnte behandelte Hypertoniker einen Blutdruck unter 140/90 mmHg, so Unger zur "Ärzte Zeitung".

140/90 mmHg sind nach den Leitlinien von Fachgesellschaften die Grenze. Viele Studien haben belegt, daß sich durch die Senkung des Blutdrucks unter diesen Wert das Risiko für einen tödlichen Schlaganfall um etwa ein Drittel und das für einen nichttödlichen Schlaganfall um bis zu 43 Prozent verringert.

Diese Chancen werden allerdings noch zu wenig genutzt. Ein Grund dafür, daß nur bei maximal zehn Prozent der Hypertoniker in Deutschland der Blutdruck in den Normbereich gesenkt ist, sei, daß dafür ein Antihypertensivum meist nicht reicht und zu wenige Kombinationen gegeben werden, betont Unger.

Lesen Sie dazu auch:
Nutzen guter Blutdruck-Senkung bestätigt

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »