Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 01.08.2005

KOMMENTAR

Stets Insult-Verdacht: akute ZNS-Symptome

Von Gabriele Wagner

Daten aus dem Register Schlaganfall Hessen belegen, daß besonders transitorische ischämische Attacken (TIA), aber auch Schlaganfälle der rechten Hirnhälfte seltener diagnostiziert werden als linksseitige.

Daraus könnte man nun schließen, daß solche Ereignisse links eben häufiger vorkommen. Doch dieser Schluß wäre falsch. Vielmehr ist es so, daß rechtshirnige TIA und leichte Infarkte seltener bemerkt werden. Daß dies so ist, darauf weist auch hin, daß es keine Seitendifferenz gibt bei der Häufigkeit von Blutungen oder großer ischämischer Infarkte. Ihre Symptome sind eben nicht zu übersehen, egal ob rechts oder links auftretend.

Offensichtlich fallen auch leichte Störungen der linken Hirnseite schnell auf, etwa durch Probleme beim Sprechen oder mit der rechten Hand. Bei rechtshirnigen Infarkten kommt es zu Wahrnehmungsstörungen (Neglect) für alles, was sich links befindet. Doch daß man beim Überqueren der Straße ein von links kommendes Auto übersieht, wird eher selten als Schlaganfall-Symptom erkannt.

Eine Konsequenz der Daten: Bei einem akuten zerebralen Symptom sollte stets auch an einen Infarkt gedacht und etwa eine CT oder MRT veranlaßt werden.

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